Versteckte Kosten bei Lebensmittel-Lieferanten: Was Gastronomen Übersehen
Jenseits des Stückpreises gibt es versteckte Kosten, die Ihre tatsächlichen Beschaffungsausgaben in die Höhe treiben. Erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.
Die wahren Kosten der Beschaffung
Beim Vergleich von Lieferanten schauen die meisten Gastronomen auf den Stückpreis auf der Rechnung. Aber die tatsächlichen Kosten umfassen viel mehr.
1. Liefergebühren
Einige Lieferanten bieten kostenlose Lieferung ab einem Mindestbestellwert, andere berechnen Pauschalgebühren. Ein Lieferant mit etwas höheren Produktpreisen, aber kostenloser Lieferung kann insgesamt günstiger sein.
2. Mindestbestellwerte
Wenn Sie €500 Minimum bestellen müssen, aber nur €300 an Produkten brauchen, bedeutet das entweder Überbestellung (Verderb) oder unnötige Käufe. Berechnen Sie die wahren Kosten von Mindestbestellmengen.
3. Stille Preiserhöhungen
Lieferanten erhöhen Preise regelmäßig ohne formelle Benachrichtigung. Ohne systematisches Preis-Tracking bleiben diese Erhöhungen monatelang unbemerkt. SupplierScan erkennt sie automatisch.
4. Änderungen der Verpackungsgrößen
Achten Sie auf Shrinkflation: gleicher Preis, kleinere Packung. Wenn Ihr 5-kg-Sack Mehl zu 4,5 kg wird — bei gleichem Preis — ist das eine versteckte Preiserhöhung von 11%.
5. Qualitätsschwankungen
Wenn Lieferant A durchschnittlich 180g-Hähnchenbrüste liefert und Lieferant B 220g zum gleichen Kilopreis, sind sie nicht gleichwertig. Kleinere Stücke bedeuten mehr Verschnitt und inkonsistente Portionen.
6. Zahlungsbedingungen
Zahlung bei Lieferung vs. 30 Tage Zahlungsziel beeinflusst Ihren Cashflow. Wenn ein Lieferant 2% Skonto für Sofortzahlung bietet, rechnen Sie nach, ob sich das lohnt.
7. Reklamations- und Gutschrift-Policies
Wenn Produkte beschädigt oder unter Qualität ankommen — wie einfach bekommen Sie eine Gutschrift? Manche Lieferanten machen es so kompliziert, dass die meisten Gastronomen gar nicht reklamieren.
Wie Sie die wahren Kosten erfassen
Erstellen Sie eine einfache Scorecard für jeden Lieferanten: Stückpreise, Lieferkosten, Zahlungsbedingungen, Qualitätskonsistenz, Reklamationshandling und Bestellflexibilität. Vergleichen Sie den Gesamtwert, nicht nur die Preisschilder.